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Jg. 48 Nr. 4 Advent-Weihnachten 2019

Grüß Gott!

Die Adventszeit ist eine besondere Zeit, besonders für Kinder. Sie freuen sich darauf, jeden Tag das Türchen am Adventskalender zu öffnen, und staunen über die Barbarazweige, wenn die Knospen beginnen aufzubrechen. Sie erwarten den Nikolaus, feiern das Luziafest und freuen sich auf das Kommen des Christus-Kindes.
An Kindern kann der erwachsene Mensch lernen, was es heißt, ein adventlicher Mensch zu sein. Kinder freuen sich auf das Kommende. Sie sind offen und voller Erwartung auf Weihnachten.
Der erwachsene Mensch hat zuweilen vor dem Kommenden eher Bedenken und Ängste.
Zu oft wurde er schon enttäuscht in seinen Erwartungen, Wünschen und Hoffnungen. Manche wünschen sich deshalb eher, dass alles so bleibt wie es ist und sich möglichst wenig ändert.
Doch ein Leben, in dem alles so bleibt wie es ist, und sich nichts ändert, gibt es nicht. Wenn sich nichts mehr ändert, können wir nicht mehr von Leben sprechen. Es ist der Tod, bei dem sich nichts mehr ändert.
Leben schließt ständige Änderung mit ein. „Panta rhei“, sagte deshalb der alte griechische Philosoph Heraklit (520-460 v. Chr.). „Alles fließt, alles ist im Fluss“, alles ist ständiger Änderung unterworfen.
Niemand kann diesen Fluss aufhalten. Es hat keinen Sinn sich dagegen zu stemmen.
Deshalb lädt uns die Adventszeit ein, voller Spannung und Neugierde sich auf das Neue hin auszustrecken.
Ein adventlicher Mensch ist offen für die ständigen Änderungen, er erwartet voller Sehnsucht das Kommende, das Neue.

In der Adventszeit erwarten wir das neue Leben in Jesus Christus, der als Sohn Gottes Mensch geworden ist. Das neue Leben in Christus ist möglich, weil Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist, am Leben des Menschen teilnimmt und sein Leben mit uns teilt. Dieses Wunder, dass Gott Mensch wird und uns Anteil schenken will an seinem Leben, feiern wir in jeder Eucharistiefeier. In der hl. Kommunion nimmt Jesus Teil an meinem Leben und schenkt mir Anteil an seinem Leben.
Treffend singen wir deshalb im Gotteslob-Lied Nr. 251, 4. Strophe:
Gott ist im Fleische: Wer kann dies Geheimnis verstehen? / Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. / Gehet hinein, eines mit dem Kinde zu sein, / die ihr zum Vater wollt gehen.

So lade ich Sie herzlich zu den Gottesdiensten ein: Lassen Sie sich auf das Neue ein, auf das Leben in und mit Christus, das ständig sich erneuert und einmündet in die neue Schöpfung am Ende der Zeit.

                                                        Ihr Pfarrer
                                                        Josef Blomenhofer

Zum Titelbild

Die Madonna der Rebdorfer Krippe: Streng gefaltete Hände; der Blick gesammelt auf das vor ihr in der Krippe liegende Kind gerichtet - eine Skulptur aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Auch wenn uns diese Bilder vertraut sind, so erscheint uns diese "Frömmigkeit" etwas aus der Zeit gefallen. Uns stets Planenden, Informierten und aus der Betriebsamkeit des Alltags Kommenden erscheint sie erstarrt, unwirklich, überfromm.
Wäre dies aber nicht doch die angemessene Haltung vor dem Wunder eines neugeborenen Kindes: Ein unermessliches Staunen gepaart mit einer nachdenklichen Frage nach dem was wird.
Müssen wir nicht jenseits aller Sorge um das gesundheitliche Befinden des Kindes unendliche Dankbarkeit empfinden für dieses Geschenk, dessen Werden für uns trotz aller Wissenschaft nach wie vor tiefstes Geheimnis bleibt.
So gesehen kann uns auch die fromme Gottesmutter einer vorigen Kunstepoche zum wesentlichen Gedanken führen: Wie wäre der Kindwerdung des allmächtigen Gottes anders zu begegnen als mit einem anbetenden Schweigen?
HR

Ein gemeinsamer Pfarrbrief für die Stadtkirche

Seit Februar dieses Jahres hat Rebdorf keinen eigenen Pfarrer mehr, sondern ist mit der Dompfarrei, mit Wasserzell und Obereichstätt zu einem gemeinsamen Pastoralraum zusammengefasst. An manche Änderung mussten wir uns schon gewöhnen. Aber wir werden weiter zusammenfinden.
Damit in Zukunft jeder Pfarrangehörige über alles in der „Stadtkirche Eichstätt“ informiert ist, soll ein gemeinsamer Pfarrbrief erscheinen. Über die genaue Ausgestaltung werden zur Zeit noch Überlegungen angestellt. Es soll aber so sein, dass neben dem gemeinsamen Teil die einzelnen „Kirchorte“ deutlich sichtbar eigene Seiten erhalten.
Möglicherweise wird der nächste Pfarrbrief im Frühjahr 2020 bereits im neuen Outfit erscheinen. Änderungen in der Gestaltung sind jederzeit noch möglich.
Wir erhoffen eine wohlwollende Aufnahme des neuen Pfarrbriefes!
KHD

Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich:

Pfarramt Eichstätt - Rebdorf, Tel.: 4383
www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-rebdorf/
E-Mail: rebdorf@bistum-eichstaett.de

Neue Pfarrbüro-Öffnungszeiten in Rebdorf  
Mittwoch: 10.00 – 12.00  und  Freitag: 10.00 – 12.00 Uhr

Büro Dompfarrei: Montag, Mittwoch, Freitag 8.00 - 12.00
Dienstag und Donnerstag 8.00 - 16.00 Uhr
E-Mail: dompfarrei.ei@bistum-eichstaett.de

Ein Lob auf das Warten

Gedanken zum Advent

„Ich warte schon seit einer viertel Stunde auf Dich!“ Der Vorwurf klingt in diesem Satz mit. „Du hast mich einfach warten lassen!“Aber warum eigentlich erscheint uns das Warten so lästig? Warum sind wir so getrieben, dass uns fünfzehn Minuten, die wir auf einen guten Freund, den Partner, Kinder, Eltern, Kollegen warten, aufbrausen lassen und uns die Stimmung verhageln?
Und wie kann es sein, dass wir zugleich beinah verkrampft versuchen, die vier Wochen des adventlichen Wartens auf Weihnachten romantisch auszuschmücken zwischen all der Getriebenheit der Vorweihnachtszeit.
Es scheint an der Zeit, dem Warten ein paar Gedanken zu widmen. Ich möchte mit einer kleinen Geschichte beginnen:
In einem Café beobachtete ich vor einiger Zeit eine junge Frau. Sie saß allein an einem Tisch. Die Kellnerin kam und wollte die Bestellung aufnehmen, doch die Frau bat um Geduld, sie erwarte noch eine Freundin, man wolle gemeinsam einen Kaffee trinken. Das spielte sich dreimal hintereinander ab. Die junge Frau saß einfach nur da, spielte an keinem Handy, las keine Zeitschrift, sie tat nichts. Dann endlich kam völlig aufgelöst und sichtlich abgehetzt die erwartete Freundin. „Es tut mir so leid, dass ich so spät bin, ich…“ Sie wollte gerade zu einer Erklärung ansetzen, da unterbrach sie die Wartende „Das macht doch nichts, ich warte für mein Leben gern!“ In diesem Satz schwang keine Ironie mit, er war genauso gemeint, wie ihn die junge Frau gesagt hatte.
Der Satz klang lange in mir nach. So eine Reaktion auf eine Verspätung hatte ich noch nie zuvor gehört. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr verstand ich, wie sehr die Wartende doch recht hatte.

Wann sind wir in unserem hektischen Alltag schon mal gezwungen, eine viertel Stunde nichts zu tun? Wann haben wir schon die Chance, uns fünfzehn Minuten lang auf allein ein Treffen, einen Menschen zu konzentrieren, uns auf ihn einzulassen, uns vorzubereiten auf sein Kommen, und zwar ohne, dass wir noch einen Kuchen backen, den Tisch decken, dabei telefonieren, noch schnell etwas aufräumen oder eine E-Mail schreiben?

Seit diesem Erlebnis in dem Café versuche ich, bewusst und gern zu warten. Ich mag meine eigene Getriebenheit nicht mehr auf andere mit Ungeduld übertragen. Und ich mag dieses bewusste Warten mit in den Advent nehmen. Ich möchte abseits von allen Terminen und vorweihnachtlicher Romantik bewusst warten auf das Kind in der Krippe. Vielleicht kommt damit schon im Advent ein Stück des weihnachtlichen Friedens in unsere Familie.  
Annika Franzetti

Die Kirche von Rebdorf und Wasserzell unterwegs

Am Freitag, den 22. November 2019 fand für unsere Pfarrgemeinde im Festsaal des Klosters erstmals wieder eine Pfarrversammlung statt. Fast 70 Gläubige kamen und machten sich miteinander auf den Weg – nicht wortwörtlich, sondern als „pilgerndes Gottesvolk“ auf dem Weg durch die Zeit. Konkret: als Kirche von Rebdorf und Wasserzell in die Zukunft unserer Pfarrei.

Es ist für uns vor allem ein Weg, der Veränderungen mit sich bringt, die wir in Rebdorf und Wasserzell besonders gemerkt haben: das Büro des bisherigen Pfarrers ist unbesetzt, da der neu für uns zuständige Pfarrer sein Büro bereits in der Stadt hat. Die Gottesdienstzeit des Pfarrgottesdienstes hat sich verschoben von 10 Uhr auf 10.30 Uhr, um ein Hintereinander der Messen zu ermöglichen. Das Pfarrbüro hat nur noch mittwochs und freitags für die Öffentlichkeit geöffnet (wichtig ist an dieser Stelle aber die Information, dass sich Frau Hirschs Arbeitszeiten für unsere Pfarrei keineswegs verändert haben, sie sind jetzt nur anders verteilt!) Da war in unserer Pfarrei viel Frust zu spüren und immer wieder wurden auch Ängste laut, wie das alles hier vor Ort weitergehen soll. Aber so ein Weg eröffnet auch neue Möglichkeiten und Sichtweisen, die wir noch gar nicht in den Blick genommen hatten.
Das alles zusammen veranlasste den Pfarrgemeinderat von Rebdorf und Wasserzell diese Pfarrversammlung einzuberufen – abgesehen davon, dass die Satzung der Pfarrgemeinderäte im Bistum Eichstätt eine solche jährlich vorsieht.
In einem ersten Punkt berichtete Kristina Bauch als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates über die Arbeit dieses Gremiums in den vergangenen eineinhalb Jahren, danach informierte Herbert Kirschner von der Kirchenverwaltung über die geplanten Baumaßnahmen bezüglich des Kirchenvorplatzes.
Und dann ging es um die Zukunft unserer Pfarrei, eine Frage, die den Pfarrgemeinderat schon seit längerer Zeit beschäftigt: wie kann es gelingen, die Pfarrei als Struktur zu erhalten, die vielen Gläubigen „Heimat“ gibt, und dennoch eine Überbelastung der Hauptamtlichen, insbesondere des Pfarrers, zu verhindern? Auf Anregung der PGR-Vorsitzenden Kristina Bauch hat der Pfarrgemeinderat ein Modell für die Stadtkirche Eichstätt entwickelt, das beides möglich macht:

Unsere Pfarrgemeinde in Rebdorf und Wasserzell wird als Pfarrei mit Pfarrgemeinderat, allen Gremien, pastoralen und geselligen Angeboten weitergeführt. Damit bleiben ebenso die anderen Pfarreien der Stadtkirche mit ihrem jeweiligen PGR, ihrer Kirchenverwaltung und allen Gremien vor Ort erhalten. Als Klammer, um Synergieeffekte, also Energien und Zeit für gemeinsame Vorhaben, nutzen zu können, dient hierfür die Stadtkirche mit dem Pfarrer und dem Team der pastoralen Mitarbeiter. Damit kommt es zu keiner Überbelastung des Pfarrers durch zu viele Termine und Sitzungen.

Das kann erreicht werden, und zwar auf folgende Weise: satzungsgemäß sind beispielsweise für Pfarrgemeinderäte im Jahr vier Sitzungen verpflichtend festgelegt. Diese können auch über pfarreilich im Pfarrverband zusammengelegt werden. Bei diesen Sitzungen muss nach Satzung der Pfarrgemeinderäte im Bistum Eichstätt der Pfarrer anwesend sein.

Es steht aber jedem Pfarrgemeinderat frei, zu weiteren Beratungen oder Planungen zusammen zu kommen. Dabei kann sich der Pfarrer von jemandem aus dem Pastoralteam vertreten lassen, bzw. die Treffen können auch ganz ohne Hauptamtliche stattfinden, wenn es beispielsweise vor allem um die Planung des Pfarrfestes geht.

Dieses Modell hat für uns folgende Vorteile:

  1. Die Beheimatung für alle Gläubigen in der Pfarrei bleibt erhalten.
  2. Für den Pfarrer (und die Hauptamtlichen) ergibt sich daraus eine deutliche Entlastung bzgl. der Sitzungstermine.
  3. Die Entscheidungsfindung und Beschlussfassung bleibt vor Ort.
  4. Vernetzung und Zusammenarbeit der verschiedenen Pfarreien des Pastoralen Raumes bereichern das Angebot der einzelnen Pfarrgemeinden.

Um das zu erreichen, ist es aber notwendig, bei gemeinsamen Themen noch mehr auf der Ebene dieses pastoralen Raumes, der sich grob von Landershofen bis Obereichstätt erstreckt, zusammenzuarbeiten.
An dieser Stelle wurden nun die Pfarrangehörigen um ihre Meinung gebeten: Welche Angebote sollten unbedingt vor Ort erhalten bleiben, welche Bereiche können auf der größeren Ebene des Pfarrverbands besser bewerkstelligt werden? An drei Stellwänden fanden die Pfarrangehörigen verschiedene Einrichtungen, Angebote und Themen, die sie entsprechend bewerten sollten. Und eifrig verteilten Jung und Alt nun ihre Klebepunkte in Grün (= das soll vor Ort bleiben) und Rot (= das kann besser gemeinsam mit den anderen Pfarreien gelöst werden). Es kam dann bei Gebäck und Getränken zu eifrigen und ganz unterschiedlichen Diskussionen und Gesprächen über die Zukunft unserer Pfarrei.
Eine Schlussrunde, in der jeder Anwesende seine Wünsche für seine Pfarrei äußern konnte – von Annika Franzetti und Dr. Armin Schöpfel gekonnt moderiert - rundete diesen informativen Abend ab, der sicher nicht nur dem Pfarrgemeinderat einige Arbeitsaufträge mitgegeben hat.

Fazit: Jeder Gläubige unserer Pfarrei ist aufgefordert als Teil der Kirche von Rebdorf und Wasserzell weiter mitzudenken, kritisch zu hinterfragen und sein persönliches Zeugnis und Engagement für diese unsere Kirche einzubringen, damit wir weiter gemeinsam unterwegs sein können als pilgerndes Volk Gottes, dessen letztes Ziel immer nur Gott sein kann.
Kristina Bauch, PGR-Vorsitzende

„Erlaube deiner Seele die Freiheit zu singen“

Diese Worte möchte ich an Sie richten, liebe Eltern, liebe Kinder und liebe Senioren der Pfarrgemeinde Johannes der Täufer in Rebdorf als auch der anderen Pfarreien in unserem Pfarrverbund. Ich möchte Sie heute darauf aufmerksam machen, wie wichtig unser persönlicher musikalischer Beitrag und von welch unschätzbarem Wert dieser in der Kirche ist.
Warum eine musikalische Mitgestaltung im Gottesdienst?

Das Musizieren und Singen war schon immer ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens. Musik ist ein Baustein und Ausdruck unserer kulturellen und geistigen Entwicklung. Sie dient der Entspannung und Erholung für Geist und Seele. Vor allem stärkt sie uns im Glauben. Es ist immer wieder faszinierend, wie stark Musik unsere Emotionen und unseren Gemütszustand positiv beeinflussen und verändern kann. Musik ist nicht nur eine Abfolge von Tönen, das Schwingen von Luft, ein Zeitvertreib, Hobby oder Beruf.

Musik ist Balsam für die Seele, ist beschwingt und fördert zudem die Kreativität sowie die soziale und emotionale Entwicklung von Kindern. Sie ist in der Lage Schmerzen zu lindern, da sie durch die Anregung des Gehirns die Ausschüttung von Glückshormonen hervorruft. Besonders bei Senioren stärkt das aktive Singen die Konzentrations- und Merkfähigkeit auf ganz natürliche Weise.

Insbesondere unsere kirchliche Musik weist ein sehr weites Spektrum von klassischen bis hin zu modernen und rhythmischen Musik- und Gesangsstücken auf. Dies ermöglicht jedem Einzelnen von uns, etwas nach seinen eigenen musikalischen Wünschen und Vorstellungen wiederzufinden.

Gemeinsames Musizieren und Singen fördert nicht nur das Gemeinschaftsgefühl. Gefördert werden auch gemeinschaftliche Erfolgs- und Glaubenserlebnisse, sowie innerer Friede und Freiheit. Diese Erkenntnis formulierte Teresa von Avila schon in dem Segensgebet „Möge heute überall Frieden sein“. Sie formuliert dazu am Schluss:

„ERLAUBE DEINER SEELE IN FREIHEIT ZU SINGEN.“

Mit diesem Gedanken lade ich Euch alle, die gerne singen oder musizieren, recht herzlich ein, ob ganz jung oder alt, sich einzubringen und wunderschöne Gemeinschaftserlebnisse in unserer Pfarrei erfahrbar zu machen.

Hierzu stehen ein Kirchenchor unter der Leitung von Frau Heike Haberl, sowie eine Jugendmusikgruppe unter der Leitung von Claudia Schmid, zur Auswahl. Beide Gruppen würden sich sehr über zahlreiche neue Mitglieder freuen.

Unser Kirchenchor probt jeden Donnerstagabend um 19.30 Uhr, ausgenommen in den Ferienzeiten.
Die Ansprechpartner für unsere Jugendmusikgruppe sind Claudia Schmid und Kristina Bauch.

Enden möchte ich mit dem Gebettext von Teresa von Avila, dem ich meine einleitenden Worte entnommen habe.

Möge heute überall Frieden sein.
Mögest du Gott vertrauen, dass du genau dort bist, wo du vorgesehen bist zu sein.
Mögest du dir der unendlichen Möglichkeiten gewahr sein, die durch den Glauben geboren werden.
Mögest du jene Geschenke bedenken, die du erhalten hast und die Liebe weiterleiten, die dir gegeben wurde.
Mögest du in Zufriedenheit wissen, dass du ein Kind Gottes bist.
Lass diese Gewissheit mit tiefen Atemzügen bis in deine Knochen dringen und dort ihren Platz finden
und erlaube deiner Seele die Freiheit zu singen.
Teresa von Avila, (1515 - 1582)
C. Schmid

Ausflug der Senioren ins Wittelsbacher Land

Zu einem Ausflug ins Wittelsbacher Land lud heuer die Pfarrei St. Johannes der Täufer Rebdorf interessierte Senioren und Seniorinnen ein.

Die Abfahrt erfolgte am Mittwoch, den 18. September 2019 um 8.30 Uhr vom Busparkplatz der Realschulen Rebdorf. Die Tour führte zuerst nach Unterwittelsbach ins Sisi-Schloss. Dort erwartete die Teilnehmer eine Führung durch die Ausstellung „Imperiale Kostbarkeiten – Kaiserin Elisabeth zwischen Diät und Gaumenfreuden“. Hier war manch Interessantes und Erstaunliches aus dem Leben der Kaiserin Elisabeth zu erfahren. Anschließend gab es in Aichach die Möglichkeit zum Mittagessen. Danach erfolgte die Weiterfahrt nach Kloster Indersdorf. Hier stand die Besichtigung nebst Führung durch die Klosterkirche auf dem Programm. In der Rosenkranzkapelle stimmte Pater Langer zum Abschluss zu Ehren Marias ein Lied an, wobei viele Sänger ihn kräftig unterstützten. Der Nachmittag klang schlussendlich auf dem Bumbaurhof der Familie Deichl bei Kaffee und Kuchen aus. Gegen 18.00 Uhr trafen die Teilnehmer kulinarisch und geistig gestärkt wieder am Busparkplatz in Rebdorf ein.
Evi Fischer

Aus Wasserzell

Eine etwas ungewohnte Form von Abendandacht konnten die Besucher der Kirche zu den Vierzehn Nothelfern in Wasserzell erleben. Besinnliche Gedanken, vorgetragen von Teresa Klug, Dompfarrer Josef Blomenhofer und Andreas Fichtl wurden umrahmt von musikalischen Darbietungen der besonderen Art. Abwechselnd konnten die Besucher Brigitte Spiegl an der Orgel mit Stücken wie Toccata (Théodore Dubois), Abendgebet (William Faulkes), Prière à Notre Dame aus Suite gothique (Léon Boëllmann) und die Blaskapelle EI g‘spuit unter Dirigent Sebastian Golder z.B. mit Trumpet Voluntary (Jeremiah Clarke), Panis angelicus (César Franck), Sarabande (Georg Friedrich Händel) oder Jubilate (Alfred Bösendorfer) erleben. Gemeinsam begannen die Musiker die Feierstunde mit Präludium (Marc-Antoine Charpentier) und zusammen beendeten Organistin, Bläser und Besucher die Andacht mit "Großer Gott, wir loben dich". Nicht nur für Pfarrer Blomenhofer dürfte die dreiviertel Stunde, wie er in seinem Schlusswort betonte, viel zu schnell vergangen sein. Zeit, sinnvoll genutzt, um herunter zu kommen. Sie könnte so, oder ähnlich, gerne wiederholt werden.

Wasserzeller Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter der Leitung von Sabine Mack gestalteten den Familiengottesdienst zum Erntedankfest in der besonders geschmückten Kirche zu den 14 Hl. Nothelfern mit. Domkaplan Johannes Arweck segnete am Ende des Amtes die liebevoll angeordneten Erntegaben, und die Gottesdienstbesucher durften auf dem Heimweg eine frisch gebackene Semmel genießen.
Walter Lehmeier

Sekretärinnenwechsel im Dompfarramt

Frau Renate Antesberger ist seit 1. September 1994 Sekretärin im Dompfarramt und hat im vergangenen September ihr 25jähriges Dienstjubiläum feiern können. Zum 31. Dezember 2019 wird sie aus dem Dienst der Dompfarrkirchenstiftung ausscheiden und in den wohlverdienten Ruhestand treten. Sie war eine äußerst zuverlässige und gewissenhafte Mitarbeiterin im Büro. Vergelts Gott!

Seit dem 1. Oktober ist Frau Monika Hirsch, die bisher und weiterhin mit 11,5 Stunden als Sekretärin für Rebdorf und Obereichstätt arbeitet, mit weiteren 15 Stunden im Dompfarramt angestellt. Mittwochs und Freitags ist sie im Pfarrbüro Rebdorf anwesend.

Seit dem 1. November ist Frau Sonja Lang, PGR-Vorsitzende der Dompfarrei, mit 10 Stunden Sekretärin im Dompfarramt.

Beide arbeiten nun zusammen mit Frau Angelika Kunwald im Dompfarramt.

Ihnen allen viel Kraft und Gottes Segen bei ihrem Dienst für die Pfarreien der Stadt.

Glauben können wie ein Kind

Kurz nach dem Sankt Martinsfest erschien es mir im Kinderzimmer verdächtig still. Ich ging nachsehen und fand unseren mittleren Sohn in seine Kuscheldecke gewickelt zwischen Wickelkommode und Etagenbett zusammengekauert am Boden sitzend. „Was ist denn mit Dir los?“ fragte ich bekümmert. Er sah wirklich jämmerlich aus. „Ich bin doch der Bettler!“ „Aha“ – mir fiel so schnell nichts Besseres ein. Aber das war auch gar nicht nötig. Da kam schon unsere Tochter angefegt, unterm Arm einen kleinen Hocker, den sie vor dem Bettler am Boden aufbaute. Dann breitete sie die besten Leckereien aus ihrem Kaufmannsladen darauf aus. „Hier, nun hast Du auch etwas zu essen. Du hast bestimmt Hunger!“ „Danke, Sankt Martin“, kam es schwach aus der Ecke, aber der Blick des kleinen Bettlers hellte sich ein wenig auf. „Brauchst Du noch etwas? Vielleicht ein paar Spielsachen oder ein Buch? Ist Dir langweilig? … Du hockst ja auf dem Boden! Ich bringe Dir erstmal ein Kissen....." 
Es dauerte nicht lange, da saß der kleine Bettler in einer wohnlichen kleinen Höhle, hatte Spielsachen, Bücher, eine warme Decke, Block und Stifte, Mütze und Schal und nicht zu vergessen: zahlreiche Kuscheltiere leisteten ihm Gesellschaft.
Sankt Martin hatte alle Hände voll zu tun und nach vollbrachtem Werk saß er mit in der Höhle, behaglich und zufrieden.
Ich glaube, die beiden haben verstanden, worum es in der Geschichte des Heiligen Martin geht.
Annika Franzetti

Calendarium der Pfarrgemeinde

Ab Montag, 2. Dezember 2019 bis Anfang März 2020
bleibt die St. Anna Kirche in Marienstein geschlossen!

 

1. Dezember, Sonntag, 1. Advent,
    Rebdorf

          7.30 Uhr:Gottesdienst mit Adventskranzsegnung
        10.30 Uhr:Gottesdienst mit Adventskranzsegnung
        Nach beiden Gottesdiensten Adventsbasar im Kreuzgang, organisiert von der Jugend
    Wasserzell: 9.00 Uhr:Familiengottesdienst

2. Dezember, Montag, 19.30 Uhr
        Hausgottesdienst (kein Abendgottesdienst)

3. Dezember, Dienstag, Rebdorf
        16.45 Uhr: Schülermesse für alle Kinder und Schüler im Pastoralen Raum
        19.00 Uhr: Abendmesse

4. Dezember, Mittwoch, Pfarrkirche Rebdorf,
         7.00 Uhr:
 Rorate Gottesdienst mit anschließendem Frühstück im Meditationsraum
         Bitte keine Kerzen mitbringen. Kerzen werden von der Pfarrei gestellt!
         Weitere Rorate-Messen am Mittwoch 11.12. und 18.12. um 7.00 Uhr.

8. Dezember, Sonntag, 2. Advent, Mariä Empfängnis
         17.00 Uhr: Rebdorfer Advent in der Pfarrkirche
          Adventliches Singen und Musizieren der Realschule Rebdorf

10. Dezember, Dienstag, Rebdorf
         14.00 Uhr:Adventfeier der Seniorenim Refektorium der Pfarrei

11. Dezember, Mittwoch, Rebdorf
          20.00 Uhr:Adventskonzert mit der Musikgruppe “Federspiel“

13. Dezember, Freitag, Rebdorf
         16.00 Uhr:1.Probe für die Kinder-Weihnacht in der Kirche
         17.15 Uhr: Wortgottesdienst der Schüler und Jugendlichen (Hl. Lucia)
          anschl. Luziafeier mit Schwimmenlassen der Lichthäuser in der Altmühl

15. Dezember, Sonntag, 3. Advent, Rebdorf
          10.30 Uhr: Familiengottesdienst mit Kinderkirche
          18.00 Uhr:Bußandacht in der Pfarrkirche

18. Dezember, Mittwoch, Rebdorf
          18.30 Uhr:Adventsfeier der Ministranten

22. Dezember, Sonntag, 4. Advent, Rebdorf
          10.30 Uhr: Gottesdienst wird von den Kaldorfer Sängern gestaltet
          18.00 Uhr: Adventliches Konzert. Es spielt die Reisbergmusi „Bayrische Weihnachtsgeschichten“

23. Dezember, Montag, Rebdorf
          16.00 Uhr: Generalprobe mit Kostümen in der Kirche (Kinder-Weihnacht)

24. Dezember, Heiliger Abend
      Rebdorf

          16.30 Uhr:Kinder-Weihnacht (Treffen 16.10 Uhr in Kostümen im Meditationsraum)
          23.00 Uhr:Christmette (Orgel und Bläser)
          ADVENIAT-Kollekte bei allen Gottesdiensten
      Wasserzell: 23.00 Uhr: Christmette

25. Dezember, Mittwoch, Hochfest der Geburt des Herrn
      Rebdorf

           7.30 Uhr: kein Gottesdienst
          10.30 Uhr:Feierliches Hochamt mit dem Rebdorfer Kirchenchor 
                          „Missa in honorem sanctae Annae Schäffer“
                           für Chor und Orgel von Franz Josef Stoiber
          17.00 Uhr: Feierliche Vesper mit Schola

      Wasserzell: 9.00 Uhr: Feierliches Hochamt

31. Dezember, Dienstag, Silvester,
      Rebdorf:
17.30 UhrJahresschluss
      Wasserzell: 16.00 UhrJahresschluss

1. Januar, Mittwoch, Neujahr, Rebdorf
            7.30 Uhr: kein Gottesdienst
          10.30 Uhr:Gottesdienst

6. Januar, Montag: Hochfest der Erscheinung des Herrn
     Rebdorf

            7.30 Uhr:Gottesdienst
          10.30 Uhr: Pfarrgottesdienst mit den Sternsingern
     Wasserzell, 9.00 Uhr: Gottesdienst mit den Sternsingern

19. Januar, Sonntag, Rebdorf
          10.30 Uhr: Familiengottesdienst mit Kindersegnung

29. Januar, Mittwoch:
19.00 Uhr: Helferessen für alle ehrenamtlich Tätigen der Pfarrei
                  (siehe gesonderte Einladung unten)

2. Februar, Sonntag, Maria Lichtmess
    Rebdorf und Wasserzell normale Gottesdienstordnung mit Blasiussegen
    Rebdorf: 10.30 Uhr Kinderkirche Thema: „Hl. Blasius“

4. Februar, Dienstag, Rebdorf
          16.45 Uhr: Schülermesse für alle Kinder und Schüler im Pastoralen Raum
           19.00 Uhr: Abendmesse

8. Februar, Samstag, Rebdorf
    14.00 – 17.00 Uhr: Kinderfasching im Festsaal des Klosters
    19.00 – 22.00 Uhr: Jugendfasching im Festsaal des Klosters

15. Februar, Samstag, Rebdorf,
      14.00 – 17.00 Uhr Seniorenfasching im Festsaal des Klosters

1.März, Sonntag
    Rebdorf: 10.30 Uhr Kinderkirche Thema: „David und Goliath“

3. März, Dienstag, Rebdorf, „Exerzitien im Alltag“
    (Anmeldungen bitte bis 10.Februar im Pfarrbüro Tel.Nr. 4383)

6. – 8. März: Wochenende der Firmlinge in Pfünz

31. März, Dienstag, Rebdorf
     16.45 Uhr Schülermesse für alle Kinder und Schüler im Pastoralen Raum

 

Sternsingeraktion 2020

Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit Beginn im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt eine Milliarde Euro gesammelt. Allein bei der Aktion 2019 kamen über 50 Millionen Euro an Spenden zusammen. Die kommende Sternsingeraktion 2020 stellt das Thema Frieden am Beispiel des Libanon in den Mittelpunkt.

Die Sternsinger kommen in Ihr Haus:

Rebdorf:
Samstag, 4. Januar: Vormittags:
Johann Herden-Weg, Weinleite, Kilian-Leib-Str.
Nachmittags: Kilian-Leib-Str. (oberer Teil) und Neue Siedlung 

Sonntag, 5. Januar:
Nach dem Gottesdienst:
Weiheracker, Klosterhof (Marienstein), Rebdorfer Str. (linke Seite zwischen Klosterhof und Busparkplatz Rebdorf), Am Wald, Pflanzgarten, Blumenberg mit Kinderdorf
Nachmittags: Blumenberger Str., Knorzgarten, Rosenweg, Rebdorfer Str. 74 (rechte Seite von Haus-Nr.74 bis Pater-Moser-Str.) und Pater Moser Str.
"Kleinere Änderungen können sich z.B. aufgrund der Wetterlage ergeben."

Wasserzell:
Samstag, 4. Januar:
Ochsenfelder Straße, Altmühlstraße, Hauptstraße und Brückenstraße
Sonntag, 5. Januar:  Steghäuser, Eichstätter Straße, Bahnhof, Schneckenberg

Exerzitien im Alltag 2020

In diesem Jahr bietet Pfarrer Blomenhofer,  unterstützt von den MC-Schwestern,  in der Fastenzeit Exerzitien im Alltag an. Diese finden dienstags ab dem 3. März im Anschluss an die Abendmesse statt. Damit die Materialien rechtzeitig bestellt werden können, melden Sie sich bitte bei Interesse verbindlich bis zum 10. Februar 2020 im Pfarrbüro an!

Einladung zum „Helferessen“ am 29.01.2020

In alter Tradition lädt der Pfarrgemeinderat zusammen mit der Kirchenverwaltung alle in der Pfarrei ehrenamtlich Tätigen zum Helferessen am Mittwoch, 29.Januar 2020 ab 19 Uhr ein. Wir freuen uns auf alle Helfer vom Pfarrfest, auf die Ministranten und Jugendgruppenleiter, die Helfer beim Krippenaufbau und Christbaumschmücken, beim Reinigen der Kirche, die Pfarrbriefausträger und alle anderen, die in unserer Pfarrei in irgendeiner Weise ehrenamtlich tätig waren. Bitte melden Sie sich bis zum 08. Januar an! Geben sie dabei bitte auch an, ob Sie lieber vegetarisch essen möchten.

Adveniat-Jahresaktion 2019

Die diesjährige Weihnachtsaktion der Bischöflichen Aktion Adveniat steht unter dem Motto „Friede! Mit Dir!“. Weltweite Solidarität und verantwortliches Handeln im Alltag sind Grundvoraussetzung dafür, dass alle Menschen in Frieden untereinander und mit der Umwelt leben können. Adveniat unterstützt Bildungsprojekte, die junge Menschen von der Straße aus der Armut holen, Friedensprojekte, die Konfliktparteien wieder an einen Tisch bringen, Menschenrechtsarbeit zugunsten indigener Völker und Landwirtschaft im Einklang mit Mensch und Natur. Denn Mensch und Natur werden in Lateinamerika und der Karibik nach wie vor rücksichtslos ausgebeutet.
Bischöfliche Aktion Adveniat: IBAN: DE03 3606 0295 0000 0173 45, BIC: GENODED1BBE

Termine der Kinderkirche

Kinderweihnacht mit Krippenspiel

24.11.    Rollenverteilung im Anschluss an den Pfarrgottesdienst im Meditationsraum
29.11.    Sprechprobe um 16 Uhr im Meditationsraum
13.12.    erste Probe in der Kirche um 16 Uhr
23.12.    Generalprobe mit Kostümen in der Kirche um 16 Uhr
24.12.    Kinderweihnacht um 16.30 Uhr (Treffen 16.10 Uhr in Kostümen im Meditationsraum)

Kinderkirchen 2020:

2.2.        Hl. Blasius
1.3.        David und Goliath
5.4.        KEINE KINDERKIRCHE (Palmsonntag – Kinder sind eingeladen, an der Prozession und am Gemeindegottesdienst teilzunehmen)
10.4.      Kreuzweg für Kinder
3.5.        Hl. Christophorus
7.6.        Freundschaft mit Jesus
14.6.      Beteiligung der Kinderkirche an der Fronleichnamsprozession
5.7.        Frei wie ein Vogel
2.8.        Unser Ferienkoffer
6.9.        Behütet auf allen Wegen
4.10.      Erntedank-Familiengottesdienst, vorbereitet vom Kinderkirchenteam
1.11.      Licht in der Dunkelheit
6.12.      Hl. Nikolaus (Der Nikolaus kommt in die Kinderkirche)

Jeder ist einzigartig

Die Kinder der Kinderkirche wissen, wie wertvoll jeder Mensch ist – das ist auch wichtig für die Kinderweihnacht.
 „Meine glänzt blau“, „meine ist rot und gelb“, „meine hat Punkte, ganz bunt“ rufen die Kinder und halten ihre Glasmurmeln gegen das Licht. Zum Thema „Jeder ist einzigartig“ hörten die Kinder der Kinderkirche am 3. November die Geschichte eines Glasbläsers, der Glasmurmeln macht: jede ein wenig anders, aber jede unvergleichlich schön. Das konnten die Kinder an ihren Murmeln genau sehen. Und so war auch schnell klar: Genauso wie der Glasbläser jede Murmel mit Bedacht und Liebe geschaffen hat, so hat Gott jeden Menschen einzigartig geschaffen und liebt ihn so wie er ist. Als unverkennbares Zeichen dafür haben die Kinder einen Fingerabdruck auf einen kleinen Ausweis gestempelt, den „Ich bin einzigartigartig-Pass“ und sie durften zwei Murmeln mitnehmen, eine für sich, und eine für einen besonderen Menschen, für die Mama, den Papa, einen guten Freund, die Oma, den Opa …. Den Kindern fielen viele Menschen ein, die für sie einzigartig und besonders sind.
Dass wir alle ganz anders sind und jeder eigene Fähigkeiten mitbringt, ist im Advent von besonderer Bedeutung. Dann nämlich proben die Kinder das Krippenspiel für die Kinderweihnacht und dabei sind viele verschiedene Fähigkeiten gefragt. Alle Kinder, die sich gern beteiligen möchten, sind herzlich willkommen. Es gibt genügend Sprech- und stumme Rollen. Am 24.11. findet im Anschluss an den Familiengottesdienst die Rollenverteilung im Meditationsraum statt. Die erste Probe für die Sprechrollen ist am 29.11. um 16 Uhr im Meditationsraum. Die weiteren Proben mit allen Schauspielerinnen und Schauspielern sind dann am 13.12. und am 23.12. jeweils um 16 Uhr in der Kirche. Am Heilig Abend treffen sich alle um 16.10 Uhr in Kostümen im Meditationsraum und ziehen gemeinsam mit den Ministranten zur Kinderweihnacht um 16.30 Uhr feierlich in die Kirche ein.
Annika Franzetti

St. Martin, Papst Franziskus und der Ex-„Welt-Umweltminister“

Zu einem überraschenden ideellen Gipfeltreffen geriet die Frühmesse in der Klosterkirche Rebdorf am 10. November. Zelebrant Prof. Dr. Engelbert Groß hatte das Martinsfest als Thema seiner Predigt genommen und Bezüge zwischen der helfenden Tat des Heiligen und dem Einsatz von Papst Franziskus für die Rettung von Schwester Erde in der Enzyklika Laudato si‘ hergestellt. Der Papst, der Wandlung der Menschen und die Wandlung der Kirche zu Bewahrern der Schöpfung anmahnt, öffnet unsere Wahrnehmung für den Schrei der Armen und den Schrei der Erde.

Diesen gemeinsamen Schrei der geschundenen Menschen und der geschundenen Natur hatte in der Universität am Vortag auch der ehemalige Stellvertretende Generalsekretär der Vereinten Nationen und Leiter des Weltumweltprogramms Prof. Dr. Klaus Töpfer aus der Enzyklika zitiert. Der frühere Umweltminister ist ein starker Promotor für Laudato si‘, die er in seinen öffentlichen Äußerungen immer wieder zitiert und hervorhebt. Dr. Töpfer gilt als einer der wichtigsten Akteure in der globalen Umweltpolitik der letzten Jahrzehnte. Seinen Aufenthalt in der Universität nutzte er zu einem Besuch des morgendlichen Gottesdienstes in St. Johann, zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Bartosch, dem Leiter des Laudato si‘ Projekts der Katholischen Universität.

Auf einem Postament im Altarraum ist die Figur eines Guarani zu sehen gewesen, kunstvoll geschnitzt von einem Mitglied dieses ursprünglichen Volkes in Lateinamerika. Aus dem „Mund“ dieser Nachbildung sind die Fürbitten des Gottesdienstes zu hören gewesen, zum Beispiel: „Amazonas, unser Urwald brennt, Lungenentzündung: weltweite tödliche Atemnot. – Für die Opfer und Täter bitte einen stillen Gedanken“.

In den Schlussworten des Gottesdienstes begrüßte Engelbert Groß auch den prominenten Gast im Kreis der morgendlichen Gemeinschaft und verband damit zugleich ein Wort des Dankes für dessen großes Engagement für Umwelt und Klimaschutz: „In Ihrer Person erblicken wir gleichsam ein Stück unserer Predigt.“

Text und Foto Ulrich Bartosch

Kennst Du Deine Kirche?

6. Gewölbefeld (von vorne rechts)

Obere Inschrift:

"STATIM ADMONETE"  - "Ermahnt sofort!"

Aus der sehr kurzen Inschrift ist sofort ersichtlich, dass es in diesem Emblem um eine Gefahrensituation geht, die eine Ermahnung erfordert, eine Ermahnung auf der Stelle.

Welche Gefahr ist aber im Klosterleben so bedeutend, dass es geboten erscheint, sofort mahnend einzuschreiten? Der Zusammenhang in der Ordensregel gibt Auskunft. In einer längeren Passage geht es da um die Gefährdung der klösterlichen Keuschheit, die sich aus der Begehrlichkeit der Augen (appetentia oculorum} ergibt.

Im täglichen Leben sei es zwar unvermeidlich, dass die Blicke der Klosterleute auf Frauen fallen, aber - so heißt es da - sie sollen nicht auf diesen geheftet bleiben. Denn Frauen zu begehren und von diesen begehrt zu werden, sei schuldhaft. Dieses Begehren bestehe nämlich nicht nur in Berührung und Zuneigung, sondern es zeige sich vor allen auch in den Blicken, seien doch unreine Augen ein Anzeichen für ein unreines Herz. Es solle niemand glauben, dass er dabei nicht gesehen werde - wenn nicht von einem Mitbruder - so doch von dem, der alles von oben beobachtet und dem nichts verborgen bleiben kann. Um erst gar nicht auf unsittliche Weise eine Frau anzuschauen, solle man daran denken, dass - wenn schon kein Mensch - Gott alles sieht. Daraus ergibt sich die Aufforderung an alle: "Wenn ihr also in der Kirche oder sonst wo, wo Frauen sind, (mit ihnen) zusammen seid, überwacht gegenseitig eure Keuschheit... Und falls ihr auch bei einem Mitbruder diese angesprochene Begehrlichkeit des Auges (oculi appetentia) festgestellt habt, ermahnt ihn (als erste Maßnahme) sofort, damit diese Begehrlichkeit, während sie sich noch im Anfangsstadium befindet, nicht weiter voranschreitet, sondern unmittelbar behoben wird.

Bild
Veranschaulicht soll dieser wichtige Punkt in der Regel durch das Bild eines Leuchtturms werden. Dieser steht wuchtig und unerschütterlich auf sicherem Land - wahrscheinlich an der Hafeneinfahrt, wie sich aus dem seitlich im Hintergrund befindlichen, mit seinem Portal dem Langhaus einer Kirche ähnelnden Gebäude vermuten lässt. Aus zwölf glattbehauenen, mächtigen Steinquadern errichtet, trutzt er den Gewalten der Natur und bietet mit seinen wenigen schießschartenförmigen Luken kaum eine Angriffsfläche von außen.

Das oben auf der Plattform über dem Mauerkranz errichtete kloster- oder kirchenähnliche Gebäude scheint eher symbolische Bedeutung zu haben, denn es steht in keinem vernünftigen Maßstabsverhältnis zu der ihrerseits verhältnismäßig großen menschlichen Gestalt vorne an der Brüstung - wahrscheinlich der Leuchtturmwärter - , die mit ausgestreckten Armen sich warnend bemerkbar zu machen scheint. Rudolf Düll (Bayerland 24, 1914/15) hat in seinen Händen noch ein Kreuz erkannt, wovon aber heutzutage - möglicherweise infolge unsachgemäßer Restaurierung - nichts mehr zu sehen ist. Mag dies auch durchaus im Sinne des Malers gelegen haben, um den religiösen Charakter des Emblems zu unterstreichen, so geht doch die eigentliche Signalwirkung des weithin sichtbaren Leuchtturms von der an einer langen Stange hängenden Laterne vor dieser Gestalt und der aus einer Luke im Geschoß darunter herausquellenden Rauchwolke aus.

Von den beiden dickbauchigen Ozeanschiffen mit kompaktem Aufbau hat eines schon das Ufer beinahe erreicht - die Segel sind bereits eingezogen - während das andere im Hintergrund mit aufgeblähten Segeln bei bewegtem Seegang - hoffentlich unbeschadet von jeglicher Klippe oder Untiefe - die Sicherheit des Hafens zu erreichen sucht, indem es sich an den Zeichen des Leuchtturms orientiert.

Die Deutung des Bildes liegt auf der Hand. Die warnenden und zugleich hilfreichen Zeichen des unerschütterlich dastehenden Leuchtturms versinnbilden den charakterfesten Klostermann, der seinen wie ein Schiff in Wogen und Stürmen des Lebens ausgesetzten Mitbruder in gefährlichen Situationen sogleich ermahnen soll, damit er in kein seelisches Unheil gerät und auf dem rechten Weg bleibt.

Untere Inschrift

"ET MONET ET MUNIT" - "Er mahnt sowohl und schützt auch."

Dazu passt die untere Inschrift. Sie bringt aber als Erweiterung der in der Regel enthaltenen Aufforderung, sofort zu mahnen, das Positive zum Ausdruck: den Schutz. Der Ermahnte soll in der Zurechtweisung nicht die negative Seite sehen, sondern erkennen, dass ihm etwas Gutes getan und geholfen wird.

Hinweis auf eine mögliche Vorlage

In der Emblematik ist der Leuchtturm (lat. pharus) ein beliebtes Symbol. Nach einem der bekanntesten Emblembücher (Picinelli, Mundus Symbolicus. Buch 16, Nr. 220) steht er unter anderem für das göttliche Gesetz, nach dem man sein Leben ausrichten soll, oder für einen guten Ratgeber (consiliarius bonus), der wie eine Fackel in den Finsternissen des Herzens leuchtet und auch alle Machenschaften der Gegner geflissentlich anzeigt. Auch der eifrige Klostervorstand (praelatus zelosus) wird einem Leuchtturm gleichgesetzt. Er macht seine (Kloster-)Leute (populos) nicht nur durch rechtzeitige Zurechtweisung (opportuna correctione) auf jede geistliche Gefahr (omnis spiritualis periculi) aufmerksam, sondern bietet ihnen obendrein wie ein Bollwerk Schutz (insuper illis munimenti loco est), um jegliche Nöte und Gefährdungen, die ihnen begegnen, zurückzudrängen (ad obvia quaevis discrimina reprimenda): Genau diese bei Picinelli vorgegebene Doppelfunktion, Zurechtweisung und Schutz, symbolisiert der Leuchtturm auch auf unserem Emblem, nur dass sie vom Vorgesetzten auf jeden beliebigen Klosterzugehörigen ausgeweitet ist. Sollte es da verwundern, wenn auch die von Picinelli vorgeschlagene, in ihrer sprachlichen Prägnanz (u.a. Alliteration, Wortspiel) kaum zu übertreffende Inschrift "Monet et manet" - allerdings mit Ersatz "manet - bleibt" durch "munit - schützt" und mit einem zusätzlich vorgeschaltet "et" zur Betonung der Gleichwertigkeit beider Aussagen - auch unserem Emblem zum Vorbild diente?

Konrad Kögler

Aktuelles aus der Jugend

Für die meisten Jugendlichen ist das Ministrieren heutzutage keine beliebte Freizeitbeschäftigung, es hat eher den Ruf „uncool“ und langweilig zu sein. Deshalb gibt es immer weniger Ministranten in den Pfarreien. Aber genau dem wirkt die Pfarrei Rebdorf entgegen. Bei uns ist neben dem Ministrieren auch eine Menge Anderes geboten. Hier ein paar Schlagzeilen der letzten Wochen, wie sie in der Tageszeitung stehen würden.

Backen für den guten Zweck

Backen ist für viele mehr als ein Hobby. Und wenn das Ganze dann noch dem guten Zweck dient, macht es noch viel mehr Spaß. Im Rahmen des Missionssonntages haben einige Ministranten wieder gezeigt, dass sie gut backen können. Da ist es auch nicht so schlimm, wenn ein Kuchen nicht ganz aufgeht oder etwas mehr Zucker im Teig ist, als angegeben. Am Ende will man Menschen in Not helfen. Dieses Jahr gingen die Spendengelder in Höhe von 140,71€ zu MISSIO für Nordostindien.

Hexen und Vampire im Pfarrzentrum

Jedes Jahr veranstaltet die Jugend zu Halloween ein kleines Kürbisfest. Dabei dürfen verkleidete Kinder und Jugendliche zusammen schaurige Spiele und Spaß erleben. Also warum alleine um die Häuser ziehen? Passend zum Thema wurde, neben vielen weiteren Spielen, das „Mumien-Spiel“ gespielt. Es geht darum eine Person so schnell wie möglich mit Toilettenpapier einzuwickeln. Das Resultat war mehr als furchteinflößend. Natürlich gab es am Ende im Rahmen der “Grusel-Tour“ auch Süßigkeiten, die im Gabrielihof gefunden werden mussten.

Ministrant teilt Gewand

Einmal im Jahr durchtrennt ein Ministrant sein „Gewand“. Natürlich ist die Rede vom St. Martins-Spiel. Traditionell führen Ministranten ein kleines Rollenspiel zu Ehren von St. Martin auf. Beginn war in der St. Anna Kirche. Anschließend wurde mit selbstgebastelten Laternen der Weg zur Pfarrkirche St. Johannes der Täufer geleuchtet, in der der zweite Teil aufgeführt wurde. Dort konnte man die Geschichte miterleben, wie der Hl. Martin seinen Mantel für den armen Bettler teilte. Um dem Vorbild des St. Martin nachzugehen, gab es nach der Aufführung Punsch und Martins Gänse, die natürlich gemeinschaftlich geteilt wurden.

Christian Dannemann

Weitere Fotos der vorliegenden Ausgabe: Feil, Lehmeyer, Rieder, Fischer, Franzetti, Dannemann, Kirchl.Presse

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Eichstätt-Rebdorf

Sonntag 7.30 U, 10.30 Uhr
Montag 19.00 Uhr St. Anna Kirche Marienstein
Dienstag 19.00 Uhr
Mittwoch 7.00 Uhr
Donnerstag 19.00 Uhr
Freitag 19.00 Uhr
Samstag 7.30 Uhr
Wasserzell: Sonntag 9.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag jeweils 18.30 Uhr